Dr. Wulf Krause: Freud, Gender und die Massenpsychologie der Gleichheit


Das „Selbstbild Geschlecht des Feminismus“ ist gleichgeschlechtlich, wie George Devereux in seinem Werk „Angst und Methode“ 1973 bereits analysiert hatte; siehe dort den Artikel „Das Selbstbild Geschlecht des Feminismus“.

Gleichwohl wird dann Gleichgeschlechtlichkeit, auf das Ganze der Gesellschaft übertragen, wird die allgemeine Geschlechtsauffassung des Feminismus. Seither, wir kennen es, gilt in feministischen Kreisen der Mann als Vergewaltiger, jedenfalls als Gewalttäter und das „Geschlechterverhältnis gilt ihnen als Gewaltverhältnis“. Frauen seien immer Opfer, Klassenkampf sei Geschlechterkampf der Frauen gegen die Männer, gegen deren Privilegien, was immer Feministinnen darunter verstehen. Ehe und Familie würden die Macht des Kapitals aufrecht erhalten; durch die Zerstörung von Ehe und Familie aber würden die männlichen Herrschaftsstrukturen zerschlagen und die „genitalen Unterschiede zwischen den Geschlechtern bedeutungslos“.

  • Gleichstellung von Männern und Frauen,
  • Gleichstellung der Geschlechter sei nötig,
  • Gleichgeschlechtlichkeit ist politisches Ziel.

Das ist bekanntlich bis heute feministisches Glaubensbekenntnis, und das wird heute zu Politik und allgemeiner Gesetzgebung, für alle gleich geltend.

Die Rede von Gender setzt das Gleichgeschlechtliche, das „Homo“ als das “Normale” und das “Hetero” als “Unterschiedenes”, gr. hetero, aber das Heterosexuelle wird dabei auch als das Anormale verstanden. Dies zeigt sich auch in zentralen genderistisch-feministischen Begriffen wie “Zwangsheterosexualität” (Butler) und “Heteronormopathie”(Sigusch). Das ist eine Auffassung von Geschlecht, welche die Dimension Fortpflanzung als von der “eigentlichen, einen und wahren Homosexualität abweichend” anzeigen möchte. Und es sieht ganz so aus, als wollten sie die Menschheit mit einer “neuen” Auffassung und Wirklichkeit von Sexualität”, der Homosexualität als der “Normalform” beglücken und uns alle in einen, von der Möglichkeit der Fortpflanzung “befreiten” (Butler) oder “geheilten” (Sigusch) neuen “Reichtum” polymorpher, gr. poly, viel, förmiger, gr. morphe, einen neuen Reichtum “vielförmiger, fortpflanzungsfreier, diversifizierter und infertiler Sexualitäten” geleiten, und schließlich in die ewige sexuelle Glückseligkeit sexueller “Diversity” führen.

Das hat offenbar die Gestalt eines Heilsgeschehens, das ist eine utopische Vor-Stellung, etwas, was wovon man vorab jeder Beobachtung, jeder Überprüfung und Erfahrung schon ein Bild, a priori, hat und haben muss, und das aus diesem „Weltbild“ heraus in die Wirklichkeit gebracht und die Welt nach diesem Bild mo­del­liert werden soll: durch “revolutionäre Praxis” oder durch “soziale Konstruktion”, oder „performative Praktiken“, oder auch durch Skinners “operative conditioning.“

Das Ergebnis ist “Geschlechtliche Gleichstellung”, allet eens! Allet eene Soße! Wie wir Berliner manchmal sagen. Oder es ist „kulturrevolutionäre Umerziehung“, wie Hans Sachs das nennt.

Da geht es nicht mehr um Wissenschaft, schon gar nicht um Wahrheit, Wissenschaftliche Widerlegungen sind hier müßig und wirkungslos. Da geht es eher zu, wie in dem Song von Benny Benassy aus dem Jahre 2002, den Hans Sachs treffend zitiert:

„No matter, what they tell us,

No matter what they do,

No matter, what they teach us,

What we believe is true.

Und dieses Programm wird mittels weltweiter Propaganda verbreitet. Mit viel Geld und mit massiver Unterstützun des großen supranationalen Kapitals und seiner großen Stiftungen und durch selbsternannte souveräne globale Eliten wie sie sich um die Rockefeller-Stiftung, den Club of Rome, die verschiedenen Soros-Stiftungen, Oetker-Stiftung, die Bilderberger und was es sonst noch gibt, professionell vorangetrie­ben.

Und hier gibt Hans Sachs einen außerordentlich wichtigen Hinweis, dem wir, kurz recherchierend, nachgehen müssen, weil er ein neues Licht wirft, auf weltweite Kampagne für das „Gender-Mainstreaming“ aber nicht nur darauf. Diese gesamte Strategie verdankt sich Edward Bernay (1891 – 1995), eines Neffen Sigmund Freuds.

Der hatte die modernen Werbestrategien erfunden, das Konzept der Produktplazierung, das große Arsenal der psychologischen Tricks zur Manipulation und klammheimlichen Überrumpelns der Menschen, ihres Hinstubsens, des ‘nudging‘, in die „richtige Richtung“ oder die ‚Öffentliche Meinung‘ zu beeinflussen und den „Zeitgeist“, den „öffentlichen Diskurs“ zu machen. Kurz, er hatte in seinem langen Leben das ganze Arsenal der „Geheimen Verführer“ entwickelt, das die Menschen dazu bringen soll, bei der Produktwahl oder auch der Politischen Wahl nicht ihrem Verstand, sondern ihrem Gefühl zu folgen, und zwar ohne das sie dessen gewahr werden. Ihm ist die Strategie zu verdanken, politische Ziele zu vermarkten wie auch gewöhnliche Produkte vermarktet werden: Politik wie Seife zu verkaufen oder wie einen neuen Stil in der Herrenmode – das trägt man jetzt. Und das geht weit in die Politik hinein, bis hin zur Destabilisierung missliebiger Regie­run­gen, etwa bei dem Sturz des Präsidenten von Guatemala Jakobo Árbenz Guzman in dessen Konflikt mit United Fruit, der Gesellschaft er 1954bessere Arbeitsbedingungen für die guatemaltekischen Arbeiter dort abhandeln wollte, wie Hermann Ploppa, ein Kenner und Biograf von Edward Bernay schildert.

„Propaganda“, sagt Bernay bereits 1928 in seinem Hauptwerk mit demselben Titel, „Propaganda“ ist „der exekutive Arm der unsichtbaren Regierung“ mit dem sie ihre Ziele in und mit den Massen unter ihrer Beteiligung und Zustimmung durchsetzen. „Sie ziehen die Fäden, die das öffentliche Bewusstseins steuern und die althergebrachten gesellschaftlichen Kräfte für sich dienstbar machen.“

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