Webhinweis: Stillen oder nicht? – “Nicht nur fürs Baby gut!”

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Stillen oder nicht? – “Nicht nur fürs Baby gut!”

Einen Artikel über mögliche weitere Vorzüge des Stillens – nicht nur für das Kind – gibt es in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

Neue Zürcher Zeitung: Stillen – Nicht nur fürs Baby gut

Babys gedeihen am besten, wenn sie mit Muttermilch ernährt werden. Aber nicht nur dem Säugling kommt Stillen zugute, sondern offenbar auch der Mutter. Was schon früher beobachtet wurde, legen nun auch die Ergebnisse einer grossen chinesischen Bevölkerungsstudie nahe. (…)

Mütter, die ihre Kinder gestillt hatten, blieben demgegenüber überdurchschnittlich oft von Herzinfarkten und Schlaganfällen verschont. Je länger sie ihren Sprössling zudem auf diese Weise ernährt hatten, desto seltener erkrankten sie später an einem Herz-Kreislauf-Leiden. Bei einer Stillzeit von wenigen Monaten lag ihr Erkrankungsrisiko nur ein Prozent unter jenem von Frauen, die ihrem Baby nur Flaschennahrung gegeben hatten. Mit jedem zusätzlichen halben Jahr Brustfütterung sank das Risiko um weitere vier Prozent ab. (…)

Eine statistische Korrelation ist, wie im Artikel ausdrücklich ausgesprochen worden ist, keine Kausalität, wohl aber eine Begründung für eine Vermutung im Hinblick auf eine mögliche Kausalität,
die durch weitere Forschung erst noch zu bestimmen wäre.

Man könnte auch vermuten, dass Frauen, die Stillen, einen bewussteren Umgang mit Leben und der Gesundheit haben. Dies werden weitere Studien hoffentlich untersuchen.

(…) Heisst das also, dass Stillen die Mutter vor Herz-Kreislauf-Attacken schützt? Diese Frage kann die vorliegende Untersuchung aus methodischen Gründen nicht beantworten. Denn Bevölkerungsstudien sind generell wenig geeignet, kausale Zusammenhänge – also die Frage nach dem Huhn und dem Ei – zu klären. Nicht ausschliessen lässt sich daher, dass die länger stillenden Mütter von vorneherein gesundheitlich robuster und deshalb seltener von Herz-Kreislauf-Leiden betroffen waren. (…)

Es folgt ein Hinweis auf eine europäische Studie, die Risiken für “Vielfach-Mütter” aufzeigt, die unabhängig vom Stillverhalten sind.