Linktipps: Tasmanische Teufel und die Evolution des Peking-Menschens


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Linktipps:

Der Tasmanische Teufel und die Evolution des Peking-Menschens

Heute geht es um zwei interessante Artikel zur Evolution:

  1. Der Tasmanische Teufel und die Entwickwickung einer Resistenz gegen eine ansteckende Krebsart
  2. Die Rolle des Peking-Menschen in der Evolution

Zunächst Informationen zum Tasmanischen Teufel:

Der Tasmanische Teufel, auf dem australischen Festland vermutlich schon im 14. Jahrhundert ausgestorben, kommt heute nur noch auf Tasmanien vor. Das zur Familie der Raubbeutler gehörende Beuteltier wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich beschrieben. Nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen ist der Tasmanische Teufel eng mit den Beutelmardern verwandt. (…)

Bis in die 1930er Jahre wurde das markante Beuteltier intensiv bejagt und war stark gefährdet. Seit 1941 steht der Beutelteufel unter Schutz und der Bestand hat sich erholt. Seit etwa 1990 besteht jedoch eine neue Gefahr. Die Krankheit DFTD (Devil Facial Tumour Disease) bedroht ernsthaft den Fortbestand des Tasmanischen Teufels.

Um diese Krankheit geht es im Artikel “Tasmanische Teufel entwickeln effektvolle Resistenzen gegen ansteckenden Krebs“. Das auch Beutelteufel genannte Tier entwickelt rasant eine Resistenz gegen DFTD. An diesem Beispiel können evolutionäre Entwicklungen exemplarisch betrachtet werden.

Beutelteufel entwickeln Resistenz gegen DFTD

Um in dem neuen Wirt zu wachsen, müssen die Tumorzellen eine Erkennung und Abstoßung durch das Immunsystem verhindern. Die von Beutelteufel und Hund übertragbaren Krebsarten haben ausgefeilte Mechanismen entwickelt, um dem Immunsystem des Wirtes zu entgehen, erläutern die Experten. Die Ergebnisse der neuen Forschung legen aber nahe, dass der Beutelteufel eine Resistenz gegen seine tödliche Erkrankung bildet.

Ein interessanter Artikel über ein interessantes Tier.

Evolution des Menschen: Der vergessene Kontinent

Ausgrabungen aus China stellen die gängigen Theorien zur Evolution des Menschen und unserer engsten Verwandten wieder in Frage.

Der Artikel bei spektrum.de beschäftigt sich mit der Rolle des Peking-Menschen in der Evolution des Menschen. 1929 wurde bei Peking ein fast komplett erhaltener Schädel eines Menschens gefunden. Diese ist mittlerweile auf ein Alter von 780.000 geschätzt worden. Spätere noch ältere Funde in Afrika haben die Rolle des Schädels von Peking aufgrund ihres Alters verblassen lassen. Die Forschung geht allerdings weiter.

Wissenschaftler beschäftigt die Frage, ob der Peking-Mensch tatsächlich ausgestorben ist, oder ob er sich weiterentwickelt hat. China unternimmt große Anstrengungen Licht in dieses Dunkel zu bringen.

Alte fossile Funde werden erneut analysiert und zig Millionen Dollar für Ausgrabungen ausgegeben. Außerdem baut die Regierung derzeit für 1,1 Millionen US-Dollar ein Labor am IVPP auf, um DNA aus alten Fundstücken zu extrahieren und zu sequenzieren.

Die Investitionen fallen in eine Zeit, in der weltweit Paläoanthropologen den asiatischen Fundstücken immer mehr Aufmerksamkeit schenken und ihre Verwandtschaft mit anderen frühen Homininen untersuchen – jenen Frühmenschengruppen, die enger mit dem Mensch verwandt sind als mit Schimpansen. Die Fundlage aus China und anderen Teilen Asiens belegt eine verwirrende Vielzahl von Spezies auf Wanderschaft durch den Kontinent und stellt die bisherigen Theorien zur Evolution der Menschheit zur Disposition.

 

 

 

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