Anthropologie: Der große Aufbruch aus Afrika


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Anthropologie:
Der große Aufbruch aus Afrika


Zwei Artikel zu einem Thema:

Anthropologie: Wie fand der Aufbruch aus Afrika in neue Welten für den Menschen genau statt? Gab es eine große Wanderungswelle oder gab es mehrere? Diese Fragen versuchen zwei Artikel zu beantworten.

Einig ist man sich auf jeden Fall, dass die Wiege des Menschens in Afrika stand.

Süddeutsche Zeitung:
Anthropologie – Aufbruch zur großen Welt-Eroberung

In einem sind sich alle Anthropologen einig: Die Geschichte des Menschens beginnt in Afrika. Dort stiegen seine Vorläufer von den Bäumen, dort entwickelte sich die Gattung Homo, aus der schließlich der moderne Mensch hervorging. Doch wann genau Homo sapiens aus Afrika aufbrach, um die Welt bis nach Nordeuropa, Ostasien und sogar Australien zu besiedeln, ist bislang ein größtenteils ungelöstes Rätsel.

Interessant bleibt nach wie vor, wann und wie dieser Aufbruch geschah.

War es eine einzige Gruppe unserer Vorfahren, die sich aufmachte, um von Afrika aus die Kontinente zu besiedeln? Oder gab es mehrere Auswanderer-Wellen? Genetiker geben neue Einblicke in die früheste Geschichte der Menschheit.(…)

Doch wann genau Homo sapiens aus Afrika aufbrach, um die Welt bis nach Nordeuropa, Ostasien und sogar Australien zu besiedeln, ist bislang ein größtenteils ungelöstes Rätsel.

Fragen und die Suche nach Antworten

Der Artikel stellt Fragen und versucht sie über das Fachblatt Nature zu beantworten. Dort erschien ein Artikel über DNA-Analysen gleich dreier Forscherteams.

Die Fragen:

Eine bislang stark vertretene These ist, dass bereits Homo erectus, ein Vorgänger des modernen Menschen, vor etwa 1,9 Millionen Jahren nach Asien und Europa aufbrach. Vermutlich entwickelte sich aus ihm in Europa der Neandertaler, in Afrika der Homo sapiens. Doch wann folgte Homo sapiens nach Norden? Passierte sein Auszug in einer einzigen Welle, die sich in einen europäischen und einen asiatisch-australischen Zweig aufspaltete? Oder gab es mehrere Grüppchen Auswanderer?

Die Süddeutsche weist auf einen weiteren Artikel über die Paarung von “Mensch und Neandertaler” vor 100.000 Jahren.

Dieser Beitrag unterstützt die These von mehreren Auswanderungswellen aus Afrika.

  • Moderne Menschen und Neandertaler zeugten weitaus früher Nachwuchs miteinander als bislang angenommen.
  • Darauf deuten Funde im Altai-Gebirge in Sibirien hin.
  • Die Forscher schließen daraus, dass es während der Menschheitsgeschichte mehrere Auswanderungswellen aus Afrika gegeben haben muss.

Focus:
Erbgut-Analyse – Wie der Mensch von Afrika aus die Welt eroberte

Auch der Focus beschäftigt sich mit der Thematik.

Gleich drei Genetiker-Teams liefern Daten darüber, wie der moderne Mensch aus Afrika kommend die Welt eroberte. Ihre detaillierten Untersuchungen des Genoms von mehr als 280 unterschiedlichen Populationen geben neue Einblicke in die Wanderwege des Homo sapiens.

Es sind insgesamt drei interssante Artikel zur Menschheitsgeschichte.

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