Video: Gerhard Amendt – “Allen Frauen Gutes tun – das Dilemma der Männer”


Gender-Diskurs Logo

 

Video: Gerhard Amendt –

“Allen Frauen Gutes tun – das Dilemma der Männer”

Ein hervorragender Artikel von Professor Dr. Gerhard Amendt über die “Kollektivschuld der Männer” ist bei Agens erschienen:

Allen Frauen Gutes tun – das Dilemma der Männer

Kollektive Schuldgefühle gibt es nicht. Wer in der Debatte über die aktuellen wie historischen Arrangements von Männern und Frauen sich Gedanken über eine männliche Kollektivschuld macht, der sitzt im Boot der Feministen und Genderideologen.

Er hat sich nämlich die Ideologie angeeignet, nach der alle Männer Täter seien und alle Frauen Opfer. Nur mit dieser Annahme lässt sich die Vorstellung einer Kollektivschuld von Männern gegenüber Frauen als Opferkollektiv überhaupt denken.

Dankespflicht gegenüber Müttern?

Kollektivschuld gibt es nicht, es kann allenfalls Verantwortung für alle bestehen, gesellschaftlichen Veränderungen geben, mit denen sich vergangene Geschlechterarrangements auflösen lassen, weil sie, obwohl früher einverständlich praktiziert, heutzutage nicht mehr gewollt werden.

Alle rätseln darüber, warum Männer zu mehr als dreißig Jahren Männerbeschimpfung durch Feministen und Genderideologen, von aufmüpfigen Ausnahmen abgesehen, stur und verbissen geschwiegen haben. Auch dem Historiker Martin van Creveld ist das aufgefallen. Er bietet eine interessante Erklärung an. (…)

Weiteres von Professor Dr. Gerhard Amendt

Männer haben Kampf gegen Feminismus verpasst – ein Interview in der Welt

(…)
WELT ONLINE
Was ist denn der Unterschied zwischen Feminismus und Frauenbewegung?

Gerhard Amendt
Die Frauenbewegung stand für zweierlei: die Selbstermächtigung der Frau, die Amerikaner sprachen von Empowerment, und für die streitbare Veränderung der Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Der Feminismus steht für das Gegenteil: Er ordnet alle Frauen irgendeiner Haupt- oder Unterkategorie von Opfern zu. Macht wird ihnen abgesprochen. Die Männer hingegen werden letztlich einer kollektiven Henkerkategorie zugerechnet.
(…)

Geschlechter­debatte: »Neue Variante der Hexen­verfolgung« – ein Interview mit der FreienWelt.

(…)
FreieWelt

Soeben ist Ihr neues Buch »Von Höllenhunden und Himmelswesen. Plädoyer für eine neue Geschlechter-Debatte« erschienen. Warum brauchen wir noch eine Debatte zu diesem Thema?

Gerhard Amendt
Der Titel soll die Polarisierung der Geschlechter andeuten, in der wir heute leben, zumindest was die mediale Darstellung und einen großen Teil der wissenschaftlichen Befassung mit Geschlechterarrangements angeht. Was wir gesellschaftlich dringend diskutieren müssen, nämlich die Veränderungen im Arrangement der Geschlechter, das wird nicht zugelassen, sondern tatkräftig unterdrückt. Stattdessen verharren wird in Feindbildern die die Medien und die sogenannten Genderwissenschaft beherrschen. Andererseits fühlt sich der Großteil der Menschen von diesen skandalisierenden Darstellungen allenfalls am Rande berührt. Sie kennen die Feindseligkeiten in ihren Beziehungen oder aus ihrem Kulturkreis nicht, die beständig als typische Phänomene verbreitet werden. Ihre tatsächlichen Konflikte, die sie haben, bleiben davon unberührt. Der schnelle Wandel in den Geschlechterarrangements auf partnerschaftlicher oder gesellschaftlicher Ebene bleibt deshalb außen vor. Aber nur Veränderungen würden alle Männer wie Frauen dabei unterstützen, sich den neuen Anforderungen in der Partnerschaft, der Ausbildung, der Familie und dem Beruf zu stellen. Was die Geschlechterbeziehungen verändern könnte, das wird allenfalls in Nischen zum Thema erhoben. Ich sage immer, dass das Glück in Beziehungen immer von beiden ausgeht. Aber das gilt für das Unglück nicht weniger. Wenn wir wie in den letzten 30 Jahren das Unglück immer dem andern zuschieben, vorzugsweise nur den Männern, werden wir Konflikte nie lösen können. Wir enden in Feindbildern und einer gespaltenen Welt von Guten und Bösen. Aus dieser Sackgasse müssen wir den anstrengenden Weg hinaus finden. Mein Buch soll ein Beitrag dazu leisten.
(…)

Buch: Gerhard Amendt – Familiäre Gewalt im Fokus